4:3-Sieg gegen Schenefeld

Berlin überzeugt mit verbessertem Spielaufbau und sicherer Defensive. Die Effizienz vorm gegnerischen Tor bleibt aber mäßig. Trotzdem gelingt der verdiente erste Saisonsieg.

Das Spiel ist wenige Sekunden jung als Brockmann aus einer Standardsituation Berlin in Front bringt. Kurz darauf folgt eine identische Situation, Freistoß, Brockmann läuft an, Schlenzer, 2:0. Seinen starken Auftakt verpatzt BAT aber mit einer Unachtsamkeit vorm eigenen Tor, Irrgang verkürzt, und einem abgefälschten Treffer in Unterzahl.

Im zweiten Drittel hat Berlin wesentlich mehr Ballbesitz als der Gegner, verschenkt aber Chance nach Chance. Anders der Aufsteiger. Schmidt sucht den schnellen Abschluss aus einer unübersichtlichen Situation, flacher Schuss, Führung für den Gegner. BAT stellt auf drei Blöcke um, höheres Tempo. Kurz vor Drittelende zieht Vaicis an der linken Flanke lang, satter Schlenzer, 3:3.

Der letzte Spielabschnitt gehört nun komplett Berlin, das aber weiterhin am eigenen Unvermögen oder am starken Keeper Druminski scheitert. Erst in der 46. Spielminute gelingt der Befreiungsschlag. Nach einer schönen Kombination übers halbe Feld bedient Savolainen im Slot Lemke, der schiebt zum 4:3 ein. Brenzlich wird es trotzdem noch einmal als derselbe Spieler im Anschluss zweimal auf die Strafbank muss, Berlin übersteht die vier Minuten andauernde Unterzahl aber couragiert ohne Gegentreffer.

„Unser Defensivverhalten ist herausragend, der Spielaufbau verbessert sich auch von Spiel zu Spiel“, meint Co-Trainer Adolfsson, „was wir aber vorm gegnerischen Tor veranstalten, ist gerade unsere größte Baustelle.“ Kommenden Samstag reist die Mannschaft zum Tabellenletzten nach Chemnitz. Dort soll der nächste Sieg gelingen, um den Aufwärtstrend zu bestätigen.