6:12-Pleite für BAT 2 zum Zweitliga-Auftakt

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Nach verschlafenem Startdrittel verliert BAT 2 gegen die Igels Dresden mit 6:12.

Die zweite Garde des BAT Berlin hat ihr erstes Spiel in der 2. Bundesliga deutlich mit 6:12 gegen die Unihockey Igels Dresden verloren. Obwohl das Ergebnis deutlich ausfiel, blieb dem Zweitliganeuling aus Berlin die ganz große Blamage erspart. Phasenweise zeigte das auf vielen Positionen umgebaute Team von Trainer Tim Hahmann durchaus, dass im Laufe der Saison mit mehr zu rechnen sein dürfte.

Die ersten Minuten des Spiels nutzen beide Mannschaften für ein gegenseitiges Abtasten, wobei sich die Igels deutliche Feldvorteile erarbeiten konnten. Dennoch dauerte es bis zur 9. Minute, ehe für die Igels Zählbares dabei herausprang. BAT schüttelte sich kurz und konnte durch Derendinger noch in derselben Minute ein Gedränge vor dem Tor der Gäste nutzen und zum Ausgleich einschieben. Die routinierten Dresdner fanden danach aber immer besser in ihr Passspiel und hebelten die Defensive von BAT in der Folge ein ums andere Mal aus. So stand es nach 17 gespielten Minuten bereits 5:1 für die Igels. Kurz vor der Pause konnte Nitsch durch einen Bauerntrick kurzzeitig auf einen drei Tore verkürzen. Dresden konterte prompt, so dass nach 20 gespielten Minuten 2:6 aus Sicht von BAT 2 stand.

Die Drittelpause nutzte Trainer Tim Hahmann, um sein Team wieder aufzurichten. Gleichzeitig formierte er seine zwei Linien neu, um insbesondere den zweiten Block defensiv besser aufzustellen. BAT kam mit viel Schwung aus der Pause und Nitsch markierte mit zwei Treffern in den ersten drei Minuten den vielumjubelten 4:6 Zwischenstand. Dresden bemühte sich in der Folge wieder um mehr Linie und kam so zu drei weiteren Torerfolgen. Den Schlusspunkt in einem ausgeglichenen zweiten Drittel setzte aber Vincent Jordan zum Stand von 5:9.

Angespornt durch den respektablen mittleren Spielabschnitt versuchte BAT auch im letzten Drittel, Druck auf das Gehäuse der Igels zu erzeugen. Allerdings fanden die Gäste bereits nach zwei gespielten Minuten die passende Antwort auf die Bemühungen der Heimmannschaft. Doch BAT kämpfte sich zurück und konnte erneut durch den überragenden Micha Nitsch den Rückstand auf vier Tore verkürzen. Fünf Minuten vor Ende der Partie bot sich BAT dann sogar in Überzahl nach einem Stockschlagvergehen der Igels die Chance weiter zu verkürzen – das Powerplay blieb aber ohne den erhofften Torerfolg. Dresden bestrafte dann mit einem Doppelschlag in der letzten Spielminute Berliner Nachlässigkeiten und erhöhte zum verdienten 12:6 Erfolg.

Fazit der Partie: Licht und Schatten liegen eng beieinander. So wusste die zweite Garde von BAT phasenweise durchaus zu überzeugen und konnte den Gegner ein ums andere Mal ins Wanken bringen. Besonders aber im ersten Drittel agierte BAT zu vorsichtig und blauäugig, um Dresden wirklich in Gefahr zu bringen. Trainer Tim Hahmann und Kapitän Sebastian Piegert sind dennoch zuversichtlich, dass dich der langfristige Aufbauplan für die Mannschaft auszahlen wird und man eventuell sogar schon gegen Ende der Hinrunde dem einen oder anderen Favoriten ein Bein stellen kann.

>BAT Berlin 2 – Unihockey Igels Dresden 6:12 (2:6, 3:3, 1:3)

Text: Sebastian Piegert