BAT II mit starkem Kampf in Döbeln

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Gegen den früheren Bundesligist Döbeln schlägt sich BAT II beachtlich, verliert aber dennoch 3:7.

Aufsteiger trifft auf Ex-Bundesligist: So lautete die Herkulesaufgabe für BAT II am dritten Spieltag der 2. Floorball-Bundesliga. Trotzdem waren die Cracks um Trainer Tim Hahmann nicht zum UHC Döbeln gereist, um Gastgeschenke zu verteilen.

Hahmann musste insbesondere in der Defensive improvisieren, um die Ausfälle von Kuld und Retzlaff zu kompensieren. Dennoch hatte der UHC mehr Probleme als gedacht. Erst nach zur Hälfte des ersten Drittels konnte Döbeln die Feldvorteile in eine 2:0-Führung umwandeln. BAT ließ sich nicht schocken und kam seinerseits immer wieder gefährlich vor das Tor des Gastgeber, allerdings ohne die letzte Konsequenz. Dass der immer wieder beschworene Teamspirit stimmte, zeigten insgesamt drei Unterzahlsituationen, die die Berliner jeweils ohne Gegentor überstanden, was dem Coach der Heimmannschaft immer wieder ein ungläubiges Kopfschütteln abverlangte.

Auch in Drittel zwei legte der UHC den besseren Start hin, aber Kapitän Piegert konnte nur vier Sekunden nach der Döbelner 3:0-Führung durch einen direkt verwandelten Freischlag auf 1:3 verkürzen. Berlin legte nun offensiv nach, die sich ergebenden Räume nutze Döbeln zu schnellen Offensivaktionen, von denen eine durch das tschechische Duo Deraha-Potucek zum 4:1 verwertet wurde. Kurz vor Drittelende belohnten sich die Berliner dann doch noch durch Nagore auf Vorlage von Jordan. Leider konnten die BAT-Boys aber das ausgeglichene Drittelergebnis nicht in die Pause retten. Der UHC erzielte wenige Sekunden vor der Pausensirene noch das 5:2.

>Bildergalerie zum Spiel auf der Facebook-Seite des UHC Döbeln

Auch im Schlussabschnitt änderte sich das Bild nicht: Döbeln drückte – Berlin wehrte sich nach Kräften. Folgerichtig erhöhte der UHC mit einen Doppelschlag zur Drittelmitte auf 7:2. Ein Berliner Debakel verhinderte der glänzend aufgelegte Nick Gampe im Berliner Kasten, der sein erstes Zweitligamatch mit Bravour meisterte. Zwei Minuten vor Schluss nutze der BAT dann ein Powerplay zur Ergebniskorrektur, um auf den Schlussstand von 7:3 zu stellen.

Unterm Strich kann die Reserve des BAT mit dem Endstand zufrieden sein. Viel Kampf mit wenigen spielerischen Highlights waren aber nicht ausreichend, um den UHC auch nur annähernd gefährlich werden zu können. Die dünne Personaldecke wird mehr und mehr zum Problem, insbesondere dann, wenn Spieler verletzungsbedingt ausfallen. Dennoch sehen die Verantwortlichen der nächsten Aufgabe in Pokal und Liga optimistisch entgegen. Beide Male wird der Gegner Magdeburg heißen.

>UHC Döbeln 06 – BAT Berlin 7:3 (2:0, 3:2, 2:1)

Text: Sebastian Piegert, Foto: UHC Döbeln

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