BAT II überrascht in Dresden

Vollkommen unerwartet gelingt BAT II ein wichtiger Punktgewinn in der 2. Bundesliga. Beim Tabellenvierten Dresden, unterliegt man erst nach Verlängerung mit 3:4.

Am vergangenen Samstag ging es für die bislang punktlose zweite Mannschaft zum Auswärtsspiel zu den Unihockey Igels Dresden. Das Team war aufgrund der letzten Trainingsfortschritte guter Dinge, Viertplatzierten etwas mitnehmen zu können. Die Kadergröße war mit elf Feldspielern nicht optimal, aber akzeptabel. Dresden standen mehr als drei Reihen zur Verfügung.

Nachdem das Spiel mit leichter Verzögerung um 16:15 losgehen konnte, gelang es Berlin seinen Gegner in den ersten 15 Minuten größtenteils vom eigenen Tor fernzuhalten. Leider konnte ein eigenes Überzahlspiel nicht zu gefährlichen Abschlüssen genutzt werden. Gegen Ende des ersten Drittels hatten sich die Gastgeber dann auf die engagierte und mutige Spielweise des BAT eingestellt und konnten immer mehr Druck ausüben. Folgerichtig fiel das 0:1 aus Berliner Sicht in der 17. Minute.

Im zweiten Drittel konnte sich Berlin wieder stabilisieren und glich durch einen Distanzschuss von Marek Hausmann in der 23. Minute aus. Der Rest des Drittels gestaltete sich ausgeglichen, wobei es gelang, immer wieder über Konter zu gefährlichen Abschlüssen zu kommen. Nicht unverdient ging der BAT in der 38. Minute dann sogar in Führung, nachdem Neuzugang Philipp Oelgemöller einen Abpraller nach einem Schuss von Robert Retzlaff einnetzte. Die Führung konnte in die Pause gebracht werden und hätte sogar höher ausfallen können, hätte das Schiedsrichtergespann nicht einen Vorteil des BAT (der zum Tor führte) zugunsten eines Freischlages für den BAT abgepfiffen.

Auch in den letzten Abschnitt gelang ein guter Start und spätestens nachdem Paul Grau in der 47. Minute die Führung auf 3:1 ausbauen konnte, war der erste Erfolg im sechsten Saisonspiel zum Greifen nahe. Jedoch fiel in der 53. Minute während einer Zweiminutenstrafe gegen Philipp Oelgemüller das 3:2. Der Druck der Dresdener, die ihre gesamte Stärke nun in einer Reihe bündelten, wurde in den folgenden Minuten immer größer und BAT konnte den Ball meist nur unkontrolliert direkt zum Gegner klären. So fiel in der 57. leider der 3:3-Ausgleich, mit dem es dann auch in die Verlängerung ging.

Dort dauerte es nur 30 Sekunden. Aufgrund eines Abstimmungsfehlers in der Berliner Hintermannschaft fiel das 4:3 für die Igels.
Obwohl die Führung letztendlich nicht über die Zeit gebracht werden konnte, überwiegt dennoch die Freude über den ersten Punktgewinn und die Erkenntnis, gegen eine etablierte Zweitligamannschaft wie Dresden über ein ganzes Spiel mitgehalten und diese an den Rand einer Niederlage gebracht zu haben. Schon am kommenden Samstag bietet sich dann die nächste Chance in Döbeln, dem ersten Punkt auch den ersten Sieg der Saison folgen zu lassen.