BAT II unterliegt kurios

Die große Überraschung war zum Greifen nah. BAT II hält mit Aufstiegskandidat Halle tapfer mit, verliert aber dank eigenem Überzahlspiel.

Nach ihrem starken Auftritt vor einer Woche in Dresden (3:9) hieß Berlins zweite Garde an diesem Wochenende die Saalebiber aus Halle willkommen. BAT zeigte sich vom Start weg als guter Gastgeber und lud die Hallenser zur schnellen 2:0 Führung ein. Anders als in der Vorwoche gelang es dem Team sich rechtzeitig wieder zu fangen. Der Anschlusstreffer viel folgerichtig durch Vorlage von Niclas Lösel auf Chris David Pajonzeck. Die Drittelpause wurde vom Trainergespann Falk Heinzmann und Heike Jaeckel lautstark genutzt, um die Mannen auf den Rest der Partie einzuschwören.

Die Worte verpufften nicht wirkungslos, so dass Vincent Jordan, glänzend freigespielt, keine Mühe hatte die 1-gegen-1-Situation zu verwandeln. Zu diesem Zeitpunkt waren gerade einmal 2:22 Minuten im Mitteldrittel gespielt. Kapitän Markus Mittnenzweig lies es sich nicht nehmen, bei seinen alten Kollegen Eindruck zu hinterlassen und besorgte nach 7:13 Minuten das 3:2 für die junge Berliner Mannschaft. Leider kippte ab diesem Zeitpunkt das Spiel. Halle kam fünf Minuten später zum 3:3-Ausgleich. Es sollten die entscheidenden Minuten des Spiels folgen. Halle schwächte sich durch 2 Zwei Minuten Strafen, eine Matchstrafe und der daraus resultierenden 5-Minuten-Strafe selbst. Wer dachte das Berlin das Zepter nun in der Hand hatte, sah sich getäuscht. Die weit aufgerückte Formation wurde in zwei Fällen Schulbuchmäßig ausgekontert und somit schraubte Baumgärtner den Spielstand auf 3:5.

Ein verschossener Penalty auf Seiten der Hallenser lies Berlin weiter träumen. Cedric Druzynski schoss seinen ersten Bundesligatreffer auf Vorlage von Chris Pajonzeck. 4:5. Gleicher Druzynski sorgte durch eine unglückliche Aktion für die Entscheidung des Spiels. Ein ungefährlicher Pass wurde mit der Hand abgefangen. 2-Minuten-Strafe und die Entscheidung per Schlenzer durch Dreizner zwei Sekunden vor Ablauf der Strafe – 4:6.

Es bleibt zu konstatieren, dass auf die Berliner in dieser Saison noch viel Arbeit wartet. Es fehlt in vielen Bereichen an nötiger Schnelligkeit und körperlicher Härte. Die Spieler werden sich weiter an die Handlungsschnelligkeit in den einzelnen Spielsituationen in dieser Liga gewöhnen müssen. Die bisher gezeigten Leistungen machen jedoch Mut, dass dieses Umschalten schnell erfolgen wird. Die ersten Punkte sind somit eine Fragen des Willens und der Zeit.

Foto: Stephan Janz