Neue Partnerschaft mit sportfanat.de

Diese Saison wird die Videoplattform sportfanat.de wieder eine Auswahl an Berliner Bundesliga-Spielen sowie diverse Events des FVBB begleiten. Wieso, weshalb, warum? Ein Gespräch mit Gründer Johannes Heine verrät mehr.

batberlin.de: Johannes, wie würdest du sportfanat.de kurz und bündig beschreiben? Welche Themen deckt ihr ab?

Johannes Heine: Sportfanat.de ist auf der einen Seite zunächst eine Auftrags-Filmproduktion. Das heißt, wir produzieren Imagefilme, Eventclips, Portraits, Erklärvideos oder ähnliches Material für Vereine, Verbände und Unternehmen, die wir dann dem Auftraggeber zur Verfügung stellen. Auf der anderen Seite bieten wir aber auch eine redaktionelle Plattform an, auf der wir Videos über den Berliner Sport zeigen. Hier geht es vor allem um den Facettenreichtum, den der Berliner Sport zu bieten hat. Bei uns stehen nicht Hertha, die Eisbären oder die Füchse im Fokus, sondern die sogenannten „Randsportarten“, die eben keine große mediale Aufmerksamkeit erhalten. Egal welche Disziplin, egal wie groß der Verein ist – jeder hat eine Geschichte zu erzählen. Seit unserer Gründung im Jahr 2013 haben wir über mehr als 100 verschiedene Sportarten aus Berlin berichtet.

Was macht Floorball zu einer interessanten Sportart für das Konzept von sportfanat?

Floorball ist ein toller, dynamischer und interessanter Sport. Leider fehlt aber auch ihm die mediale Aufmerksamkeit in Berlin und Deutschland. Wir wollen die stetige Entwicklung der Sportart, die vor allem in Berlin auf großartige Art vorangetrieben wird, gerne unterstützen und unseren Teil dazu beitragen, Floorball etwas bekannter zu machen. In unseren Augen lohnt es sich definitiv, da Floorball für den Zuschauer wirklich spannend und sehenswert ist und insgesamt viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte.

Welchen Nutzen seht ihr bei den Vereinen oder Verbänden, die mit Euch zusammenarbeiten? Welchen speziell bei Floorball?

Ich würde sagen, es gibt grundsätzlich zwei generelle Vorteile. Auf der einen Seite werden durch unsere Berichterstattung Menschen erreicht, die bisher vielleicht noch gar nicht mit der Sportart in Berührung gekommen sind. Hier wird erst einmal grundätzlich die Bekanntheit gesteigert, egal ob der Zuschauer dann gleich „Hardcore-Fan“ wird oder erst einmal nur registiert, dass es den Sport oder den Verein überhaupt gibt. Auf der anderen Seite, sind Videos natürlich auch für den Außenauftritt von Vorteil. In den heutigen Zeiten von Social Media ist Content eben King und unverzichtbar. Insbesondere für die Bindung oder Neugewinnung von Mitgliedern und Fans können Videos einen erheblichen Teil beitragen. Follower können durch unsere Videos regelmäßig mit Content gefüttert werden, entdecken vielleicht neue Facetten am Verein, die sie noch gar nicht kannten, oder können sich einfach nur die Tore vom letzten Spiel ansehen. Und natürlich können Sponsoren über Videos viel besser aktiviert werden. Das ist auch ein sehr wichtiger Aspekt. Sport lebt nunmal von Emotionen, von Bildern – und die kann man in seiner Gesamtheit einfach am besten mit einem Video transportieren.

Gibt es auch in anderen Städten Deutschlands ähnliche Projekte, die die dortigen Floorball-Vereine angehen könnten?

Mir sind in anderen deutschen Städten ehrlich gesagt keine weiteren Videoplattformen dieser Art bekannt. Unser Fokus liegt momentan aber auch noch klar auf Berlin. Generell kann man sich aber auch immer an regionale Fernsehsender wenden. Oder einfach selbst Content prodizieren – da gibt es auch einige Möglichkeiten.

Foto: Stephan Janz