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BAT verliert erste Halbfinalpartie gegen Weißenfels

Mangelnde Chancenverwertung hat eine Überraschung im ersten Halbfinale verhindert. Berlin startet mit einem 2:3 ins Schlussdrittel, unterliegt Favorit Weißenfels aber 2:6.

Gegen einen durchaus schlagbaren UHC Weißenfels zeigt BAT nicht genug Effizienz und wird dafür von abgebrühten Gästen bestraft. Nach der 2:6-Niederlage im ersten Halbfinale muss Berlin gegen den Favoriten nun auf ein ähnliches Comeback hoffen, wie es gegen Leipzig im Viertelfinale gelungen war. Allerdings ist die Aufgabe nun ungleich schwerer: Zwei Siege am kommenden Wochenende auswärts in Weißenfels sind für eine Sensation nötig.

Im ersten Halbfinale begann Außenseiter Berlin couragiert und erarbeitete sich schnell ein Chancenplus. Es machte sich bemerkbar, dass BAT drei Viertelfinalspiele absolviert hatte, während Weißenfels seit Ende der Hauptrunde drei Wochen spielfreie Zeit hinter sich hatte – der UHC musste sich erstmal finden. BAT schlug mit der Führung durch Marek Brincil eher zu wenig Kapital aus seiner anfänglichen Überlegenheit. Weißenfels glich nach einem Konter aus – 1:1 zur ersten Pause.

Das zweite Drittel begann mit starken Gästen. Aus dem Getümmel im Slot und nach einem leichtfertigen Ballverlust der Berliner im Aufbau machten die Gäste zwei Tore binnen 30 Sekunden. BAT rannte nun einem 1:3-Rückstand hinterher. Die Reaktion war aber stark: Witte markierte mit einem präzisen Direktschuss ins Kreuzeck den Anschluss. In der Folge gab es gleich zweimal die Chance, in Überzahl auszugleichen. Doch die Powerplay-Formation spielte sich kaum gefährliche Abschlüsse heraus. Witte traf einmal das Außennetz – zu wenig

Im Schlussabschnitt zunächst das gleiche Bild: BAT nutzte seine Chancen nicht, Weißenfels schon. Auch wenn der UHC ebenfalls einige Möglichkeiten in dem Spiel liegen ließ – mehrfach retteten für Latte, Pfosten oder Keeper Nebe – trafen sie doch im entscheidenden Moment: 4:2 nach 50 Minuten. Berlin öffnete nun das Spiel und kassierte. Während Gäste-Goalie Köstler weiter mit starken Paraden glänzte, fielen die Treffer auf der anderen Seite: 5:2 und 6:2.

Unterm Strich ging der Sieg des Favoriten in Ordnung. Doch BAT hat mit schnellem Umschaltspiel teilweise gezeigt, dass Weißenfels verwundbar ist. „Gegen den UHC zu verlieren, ist kein Beinbruch. Ihre Mittel und Möglichkeiten sind mit den unseren unvergleichbar. Aber wir haben genug geleistet, um von uns selbst mehr zu erwarten. Diese Niederlage war unnötig“, bedauert Spielertrainer Jan Kratochvil. Mehr Effizienz und sicher auch die nötige Portion Glück seien nötig, um kommendes Wochenende gegen alle Wahrscheinlichkeiten doch ein Wunder zu vollbringen und erstmals in das Bundesliga-Finale einzuziehen.

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