Berlin mit wichtigem Sieg in Hamburg

Die Formkurve zeigt wieder nach oben. Im Schlussdrittel gegen Hamburg beweist Berlin Moral und entscheidet die überlebenswichtige Partie mit einem späten Treffer in Unterzahl für sich.

Von Anfang an störte Berlin konsequent Hamburgs Aufbauspiel, verwertete aber zunächst keine seiner Gelegenheiten. Im Gegenteil. In der 17. Spielminute traf Stüble nach einem Konter des ETV. Berlins Reaktion folgte aber prompt. Nur fünfzehn Sekunden später bediente Witte mit einem Lupfer Kratochvil, der per Volley ausglich.

Auch im zweiten Drittel überzeugte BAT mit den besseren Chancen, überstand sein erstes Unterzahlspiel und ging durch einen abgefälschten Gewaltschuss von Rückkehrer Brockmann endlich verdient in Führung. Sporadische Chancen der Hanseaten stoppte Schlussmann Bestgen.

Im Schlussdrittel konnte Koivisto zunächst ausgleichen, bevor Witte per Schlenzer das 2:3 markierte. Das überwiegend faire Spiel wurde zwar nicht zwingend ruppiger, die Unparteiischen sprachen gegen Berlin dennoch Strafen aus. Die erste überstand Berlin noch, kassierte aber kurz darauf in der 58. Spielminute den bitteren Ausgleich wieder durch Koivisto.

Das Spielende konnte spannender nicht sein. Nach einem üblichen Körperspiel schickten die Unparteiischen auch Kapitän Witte auf die Strafbank. Um im Playoff-Rennen zu verbleiben, brauchte Berlin aber zwingend einen Sieg. Brockmann machte Druck, eroberte den Ball, passte quer auf Lemke, der aus dem Slot zum Sieg einnetzte. Sekunden vor Spielende machte Thun den Sack mit einem weiten Abschlag ins leere Tor zu. 3:5.

Berlins Freude wird etwas durch Kauferings 5:4-Heimsieg gegen Leipzig getrübt. Ein Erfolg kommende Woche gegen den direkten Playoff-Konkurrenten bleibt aber ebenso unverzichtbar wie zuvor. Das Topspiel gegen die Red Hocks findet zu etwas ungewohnter Zeit, um 13 Uhr, am Sonntag, den 11.3., in der Max-Schmeling-Halle statt.