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Geschichte

Ende der Achtziger Jahre liefen ein paar wilde Studenten im Sportangebot der Freien Universität Berlin mit Eishockeyschlägern einem Puck hinterher, bis Christian Ebbecke aus Bielefeld kam und sagte, dass in Berlin ab jetzt richtiges Unihockey gespielt werden müsse. So kam es, dass die hölzernen Eishockeystöcke durch leichte Kunststoffschläger und der Puck durch einen löchrigen Plastikball ausgetauscht wurden. Da der Zulauf und die Begeisterung für diese neue Sportart recht groß waren, entschieden sich einige Sportler 1994 einen eigenen Verein zu gründen, den 1. Floorball Club Berlin.

Es war aber zunächst gar nicht so einfach als kleiner unbedeutender Verein in einer Randsportart zu überleben und an Hallenzeiten zu gelangen. Wahrscheinlich dachten sich die Verantwortlichen für Hallen, das wir unser „Uni-Hockey“ lieber weiter an der Uni spielen sollten. Doch das Kennenlernen des damaligen Vorstandsvorsitzenden der BA Tempelhof, Werner Feige, brachte für uns die Wende. Zunächst durften wir Hallenzeiten des Vereins nutzen. Der Austausch wurde in der Folgezeit intensiver und die Unterstützung durch den Verein immer größer, so dass beschlossen wurde, den 1. Floorball Club Berlin zu schließen und die Mitglieder in die SGBA Tempelhof-Schöneberg e.V. umzumelden.

Schlussendlich wurde Herrn Feige und dem Verein für den freundlichen Empfang damit gedankt, dass die Herren im selben Jahr die Deutsche Meisterschaft im Großfeld (1996) gewannen, sowie den 1. Platz in der Regionalliga Ost (Kleinfeld) belegten. Das Frauenteam wurde in derselben Saison auf dem Großfeld zweiter. Seit 1996 nimmt die Abteilung regelmäßig am Spielbetrieb innerhalb und außerhalb des Betriebssports teil. Bis auf eine Ausnahme schaffte man es bislang jedes Jahr, Deutscher Betriebssportmeister zu werden. An die Leistung der Großfeld-Mannschaft von 1996 konnte bislang mit zahlreichen Medaillen sowie einem Pokalfinale angeknüpft werden. In der ewigen Bundesliga-Tabelle rangiert BAT Berlin sogar auf Rang drei hinter den Leipziger Löwen und dem Rekordmeister aus Weißenfels.

Seit 2002 wird außerdem eine Berlin-Liga (Kleinfeld) organisiert, an der jedes Jahr zwei bis drei Mannschaften von BAT Berlin teilnehmen. Gespielt wird mit gemischten Mannschaften, eine Frauenquote ist allerdings nicht zu erfüllen. In den Jahren 2003, 2004 und 2005 konnten zwei Mannschaften jeweils den 1. und 3. Platz in der Berlin-Liga erreichen. In der Saison 2005/2006 startete aufgrund fehlenden Interesses und eines Generationswechsels in der Abteilung kein Team bei der Berlin-Liga. Grund dafür war vielleicht auch der Neustart der Damen, die nach mehreren Jahren Großfeld-Abstinenz und Teilnahme am regionalen Kleinfeld-Wettbewerb im Jahr 2005 wieder in die Bundesliga einstiegen. In der laufenden Saison sind drei Mannschaften, davon eine Nachwuchsmannschaft in der Berlin-Liga am Start.

Mit Tom Genenz und Adrian Mühle sorgten zwei engagierte Entwickler für einen weiteren Aufschwung. Vor allem dank ihnen nimmt die Jugendarbeit seit vielen Jahren einen großen Platz in der Abteilung ein. So werden beispielsweise Kindertrainings ab 7 Jahre sowie Kleinkindgruppen ab 3 Jahren angeboten. Außerdem werden im Rahmen der Kooperation Verein/Schule des Landessportbundes verschiedene Schul-AGs betreut. Beim Internationalen Deutschen Turnfest im Mai 2005 konnte BAT Berlin mit einem Stand die Sportart Unihockey einem breiten Publikum vorstellen und auch über diesen Weg den einen oder anderen Jugendlichen für unsere Sportart und den Verein gewinnen. Außerdem wurde im September 2006 das Finale des Deutschland-weiten Unihockey-Cups (Jugend trainiert für Olympia) nach Berlin geholt.

Da es insgesamt noch nicht so viele Angebote gibt, Unihockey zu spielen, veranstalten viele Vereine und Universitäten zahlreiche eigene Turniere. Davon haben sich einige über die letzten Jahre hinweg etabliert. Besonders Hobby-Spieler nutzen diese Möglichkeiten, ein Wochenende lang Unihockey zu spielen, alte Bekannte aus anderen Regionen zu treffen und entspannte Parties zu feiern. Äußerst beliebt sind Turniere in Bremen, Clausthal, Braunschweig und Enschede. Zur Tradition wurde mittlerweile auch die Saisonvorbereitungsfahrt zu den Czech Open nach Prag, wo bei internationalen Begegnungen der aktuelle Stand der Saisonvorbereitung der Bundesliga-Garde abgefragt wird.

2010 wurde der Sport durch den nationalen Dachverband namentlich in Floorball umbenannt, um damit die Aufnahme in den DOSB vorzubereiten. So schließt sich wieder der Kreis für Tempelhof erneut zum 1. Floorball Club der Hauptstadt zu werden. Die Sportart boomt weiter und BAT Berlin ist auch im dritten Jahrzehnt als treibende Kraft dabei!

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