Nicht zwingend genug!

Viele Chancen, doch am Ende geht BAT Berlin II gegen Rennsteig Avalanche die Luft aus. Der Aufsteiger siegt 7:4. Das junge Berliner Team wartet weiter auf den ersten Sieg in Liga zwei.

Am Samstag hatte der BAT II den Aufsteiger Rennsteig Avalanche aus Neuhaus im Thüringer Wald zu Gast. Auch für die Berline war die Umgebung fremd. Aufgrund der schwierigen Hallensituation in der Hauptstadt wurde dieser Spieltag nach Potsdam verlegt. Die Gäste reisten mit einem stark dezimierten Kader.

Nach dem Eröffnungsbully setzte BAT II auf Druck. Die Berliner konnten sich in der Hälfte der Gäste festsetzen und ließen den Ball laufen. Immer wieder wurden Passstafetten gespielt. So ergaben sich einige Chancen, die Kapitän Markus Mittnenzweig schnell zum 1:0 nutzte. Eine schnelle Führung stand auf dem Matchplan der jungen Mannschaft. Ziel erreicht.

Leider wurde man nachlässig und vergab die sich bietenden Chancen, um die Führung auszubauen. Diese Schwäche nutzen die Gäste eiskalt zum Ausgleich. Das erste Drittel verging mit guten Möglichkeiten, die leider nicht zwingend genug aus Sicht des BAT II waren.

Der Anpfiff des Schiedsrichters zum zweiten Drittel hallte noch, als Rennsteig die unkonzentrierten Berliner überrumpelte und den Ball ins Tor legte. Genau davor hatte Trainer Falk Heinzmann seine Mannschaft in der Kabine gewarnt. Wieder rannte der BAT II einem Rückstand hinterher. Nun nahm Rennsteig Fahrt auf. So konnten die Gäste dem Spiel ihren Stempel aufdrücken und ein weiteres Tor auf ihrer Seite verbuchen – 1:3.

BAT II gab sich nicht auf und kämpfte sich wieder heran. Ein verunglückter Pass von Leon Dey verfehlte das Ziel und traf den eigenen Mann (Vincent Jordan) im Gesicht. Von dort aus fiel der Ball unkontrolliert auf den Boden und verwirrte alle Protagonisten. Vincent Jordan nutzte das Durcheinander und netzte zum 2:3 ein. Berlin war wieder dran, konnte seine zahlreichen Chancen aber nicht zum Ausgleich nutzen. So ging es mit dem knappen Rückstand in Kabine.

Nach Anpfiff zum dritten Spielabschnitt, gingen die Gäste wieder in ihre bekannte defensive Grundaufstellung. Berlin mühte sich, den Ball irgendwie ins Netz der Gäste zu bekommen. Doch es waren die Gäste, die zum 2:4 trafen. Berlin musste nun alles nach riskieren.

Eine der zahlreichen herausgespielten Möglichkeiten konnte Clemens Bandrock, ein Neuzugang aus Kiel, nutzen – der Anschluss. Danach verwandelte Cederic Druzynski, ein weiterer Neuzugang, einen sehenswert vorgetragenen  Konter zum Ausgleich.

Leider konnten die Berliner zumindest das 4:4 und damit einen Punkt nicht über die Ziellinie retten. Beim Versuch, alles auf eine Karte zu setzen, machte sich die permanente Aufholjagd von BAT II in den Beinen bemerkbar. Rennsteig nutzte jede sich bietende Möglichkeit, den Ball im Drittel der Berliner zu halten und wurde mit drei Toren in 90 Sekunden belohnt.

Der Endstand lautete damit 4:7. Glückwunsch an Rennsteig die trotz eines kleinen Kaders drei Punkte ins Gepäck legen konnten. Bleibt zu konstatieren: BAT II hat die jüngste Mannschaft in der Liga. Viele der Spieler hatten ihre ersten Einsätze in der 2. Bundesliga. Will man mehr aus den Spielen herausholen, muss man zwingender seine Chancen nutzen.