Ingolf Spantig: „Noch mehr herausholen“

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BAT hat das final4 zum Greifen nah und liegt in der Liga auf Playoff-Kurs. Co-Trainer Ingolf Spantig sieht aber noch Steigerungsbedarf und nimmt das Team in die Pflicht.

Im Pokal das Viertelfinale erreicht, in der Liga auf Rang drei überwintert: Die Hinrunde lief für BAT viel besser als vor der Saison erwartet. „Wir dürfen zufrieden sein“, sagt Co-Trainer Ingolf Spantig, der seit Sommer 2016 das Team zusammen mit Fitnesstrainer Henrik Adolfsson und Spielertrainer Jan Kratochvil betreut.

Doch er sieht seine Mannschaft auch in der Pflicht, weiter zu zulegen und im Training Vollgas zu geben: „Wenn wir jetzt nicht noch mehr herausholen, wird die Saison nicht so laufen, wie wir es verdient haben“, sagt Spantig. Nur darüber könne man etwa den Standortnachteil der Kleinfeld-Trainingshalle aufholen, in der das Team seine zwei wöchentlichen Trainingseinheiten hat.

Eine offene Baustelle sei, eine erste und zweite Reihe zusammenzustellen, die Titel holen könne, findet der Co-Trainer. Auch im Defensivverhalten, speziell unmittelbar nach Ballverlust, sieht er noch Steigerungspotenzial. Offensiv müsse es darum gehen, noch besser freie Räume in der gegnerischen Zone zu öffnen. Mit 43 Gegentoren hat BAT aktuell die zweitbeste Abwehr, offensiv bewegt sich das Team mit 55 erzielten Toren dagegen nur im Mittelfeld der Liga.

Die jungen Spieler sollen langfristig gesehen mehr in Verantwortung kommen, sagt Spantig. Bei Jonas Bestgen sei das schon gelungen. Der Nachwuchsgoalie kam bei mehr als der Hälfte aller Saisonspiele zum Einsatz und hielt zum Teil bravurös – im Pokal gelangen ihm etwa zwei Zu-Null-Spiele in Serie.

Für das Teamgefüge ist der 56-Jährige voll des Lobes: Außer in den Anfangszeiten beim Eishockey-Klub EHC Timmendorfer Strand, bei dem Spantig als Goalie aktiv war, habe er noch nicht mit so einem tollen Team gearbeitet. „Die Mannschaft harmoniert, es gibt es keine Unstimmigkeiten.“ Sein persönliches Ziel für die Saison lautet: einen Titel gewinnen.

Foto: Stephan Janz