Starke Leistung bleibt unbelohnt

Mit zwei soliden Auftritten am vergangenen Wochenende untermauerte Berlin seinen Playoff-Anspruch. Gegen die Favoriten aus Wernigerode und Lilienthal hielt man beide Spiele bis ins Schlussdrittel offen. Punkte gab es aber keine.

In Wernigerode lieferte man sich zwei Drittel lang eine torarme aber ansehnliche Floorball-Schlacht. Die finnischen Scharfschützen des Gegners wurden ausgehebelt, selbst scheiterte man aber zu oft durch unpräzise Abschlüsse. So gelang den Devils in den ersten 40 Minuten nur ein Überzahltreffer.

Zu Beginn des Schlussdrittels überstand BAT zunächst ein weiteres Unterzahlspiel, kassierte in direktem Anschluss aber das 0:2. Berlin öffnete danach ein wenig die Partie, Granlund erhöhte, Vaicis verkürzte. Zu mehr war man aber nicht im Stande. Wernigerodes Abschlüsse waren deutlich druckvoller, Endstand 1:5.

Am Sonntag stand gleich das nächste Spiel auf dem Programm. Vize-Meister Lilienthal hatte am Tag zuvor mit Chemnitz wenig Mühe und fertigte diese mit 12:1 ab. In Berlin erwartete die Wölfe aber ein deutlicher schwierigerer Gegner.

BAT startete mutig, traf Pfosten, dann sogar das Tor durch Ismael Hallbäck. Janos Bröker glich aus, Marten Bonk brachte Berlin wieder in Front. Eine unglückliche Reihe von Einzelfehlern ließ Lilienthal die Partie aber noch im ersten Drittel drehen. 2:4.

Nach diesem furiosen Auftaktdrittel beruhigte sich die Partie zunächst. Während Berlin seine Chancen nicht nutzte, legte Lilienthal doppelt nach. Doch BAT gab nicht auf und bot im Anschluss das vielleicht stärkste Drittel dieser Saison.

Jami Savolainen glänzte mit zwei präzisen Distanzschüssen und verkürzte in Überzahl auf 4:6. Lilienthal gelang zwar der siebte Treffer, Kristaps Vaicis legte aber per schnellem Konter auf 5:7 nach. In den letzten Minuten brachte Berlin auch noch den sechsten Feldspieler auf den Platz, der Ausgleich gelang aber nicht mehr. 5:7.

„Natürlich hätten wir uns das eine oder andere Gegentor sparen dürfen“, kommentierte Trainer Jan Kratochvil nach der Partie. „Ein so intensives Spiel haben wir dieses Jahr aber noch nicht abgeliefert. Wenn wir ab jetzt dauerhaft solche Leistungen zeigen, dann werden wir alle unsere Ziele erreichen.“

An diesem Samstag reist die Bundesliga-Mannschaft zur dritten Pokalrunde zum ETV Hamburg 2 an. Während man dort klarer Favorit ist, muss die U21 am Sonntag (15 Uhr, Monumentenstraße) gegen den gestrigen Gegner ihrer Bundesliga-Kollegen auflaufen, TV Lilienthal.