Fantastische Siege für Herren-Teams

20131111_bat_lilienthal_asSo einen Feiertag hat die Max-Schmeling-Halle lange nicht erlebt. Zunächst feiern die Herren von BAT II nach einer mitreißenden Partie gegen den MFBC Leipzig II in der Overtime den ersten Saisonsieg, danach beendet die erste Mannschaft ihre schwarze Heimserie gegen Lilienthal in beeindruckender Manier – mit dem höchsten Sieg seit sechs Jahren.

Im Mai dieses Jahres war BAT II in den Aufstiegsspielen noch chancenlos gegen die zweite Garde des deutschen Meisters MFBC Leipzig gewesen. Nun, bei der ersten Begegnung beider Teams in der 2. Bundesliga Südost standen sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe gegenüber. Die ersten Minuten gehörten den Hausherren: Bestgen und Berger stellten bis zur 7. Minute auf 2:0. Leipzig kam jedoch zurück und machte bis zur Pause den Ausgleich. Es blieb spannend: Bestgen und Feyerherd stellten erneut den Zwei-Tore-Vorsprung her, bis Ende des zweiten Drittels konnte der MFBC lediglich verkürzen.

Mit Anpfiff des Schlussabschnitts folgte jedoch der Ausgleich. Anders als in den Spielen zuvor brachte sich BAT II diesmal aber nicht um den verdienten Lohn – das Unentschieden hatte bis zur 60. Minute Bestand. In der folgenden Verlängerung war es dem Mann des Spiels, Nachwuchstalent Jacob Bestgen, vorbehalten, nach nur 40 Sekunden den Siegtreffer zu markieren. So holte das Team von Trainer Niels Hauser nicht nur den ersten Saisonsieg, sondern kletterte zugleich vom letzten auf den sechsten Rang nach oben.

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BAT wie im Rausch

Ein Sieg aus fünf Heimspielen – so lautete die magere Heimbilanz, welche die ersten Herren gegen Lilienthal aufzuweisen hatten. Aussagen der Niedersachsen vor der Partie, dass sie in der Hauptstadt „eine Serie laufen hätten“, gaben neben dieser schlechten Bilanz und dem Blick auf die Tabelle weitere Motivation für BAT, endlich mal wieder einen Erfolg gegen den TVL herauszuschießen. Zudem war Wiedergutmachung für die 0:4-Pleite vor zwei Wochen gegen Kaufering angesagt.

Und die Mannschaft von Spielertrainer Timo Krohne, massiv umgestellt im Vergleich zur Niederlage beim Aufsteiger, hatte sich augenscheinlich einiges vorgenommen. Defensiv bissig und aggressiv schalteten beide Reihen nach Ballgewinn blitzschnell um und spielten die vielen Konter kompromisslos zu Ende. Auch das Aufbauspiel lief flüssiger und schneller, zudem waren die Schüsse viel besser platziert als noch in Kaufering. Zuguterletzt hatte Gegner Lilienthal zweifelsohne einen sehr schwachen Tag erwischt.

Die Folge waren Tore, teilweise im Minutentakt. Mit dem 4:0 nach dem ersten Drittel waren die Gäste, denen offensiv so gut wie nichts gelang, tatsächlich noch gut bedient. Im zweiten Drittel stellte Witte mit einem Raketen-Doppelpack – zwei Tore binnen drei Sekunden – auf 6:0, Pauser legte nach Treffern von Brincil und Brockmann einen weiteren Doppelpack in Überzahl nach und machte die Partie zweistellig.

Video-Highlights BAT – TV Lilienthal (by FloorballTrainer)

Wenngleich BAT im Schlussdrittel hinten anfälliger wurde, vorn blieb es gierig. So fielen insgesamt zwölf weitere Tore, deren acht auf Berliner Seite. Am Ende stand ein 18:4-Erfolg, der höchste Sieg seit sechs Jahren (damals gewann BAT 21:4 gegen Wernigerode). Mit Blick auf die Tabelle wurden die drei Punkte umso wertvoller. Da die Konkurrenz vor Berlin durchgehend siegte, konnte so der Anschluss an die Playoff-Ränge gewahrt bleiben. Zudem hat BAT nunmehr ein positives Torverhältnis. Gegen Tabellennachbar Hamburg soll in zwei Wochen nachgelegt werden.

Statistik
> BAT Berlin – TV Lilienthal 18:4
> BAT Berlin II – MFBC II 5:4 s.D.
Bildergalerie

Fotos: Laola nach dem klaren 18:4-Sieg des ersten Teams (o.); BAT II bewährte sich gegen den MFBC II (u.). by Andreas Schulz

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